Siedlungsleben/Mitwirkung

Miteinander älter werden im Sunnige Hof

Im Treffpunkt Else Züblin duftet es nach Hackbraten mit Rahmsauce und Kartoffelstock. Rund vierzig Bewohnende sitzen an langen Tischen, plaudern und lachen. Was wie ein geselliger Mittag wirkt, ist Teil eines grösseren Gedankens – einer Idee, die verbindet.

Gemeinsam statt allein

Mit dem Projekt «Miteinander älter werden im Sunnige Hof» möchte die Genossenschaft herausfinden, wie sich das Älterwerden in den
Siedlungen bewusst gestalten lässt. Wie können Genossenschafter*innen im hohen Alter aktiv am Gemeinschaftsleben teilhaben? Und was braucht es, damit sie sich im Alltag gut aufgehoben fühlen?

Rund ein Viertel der Mieterschaft im Sunnige Hof ist über 65 Jahre alt, in einzelnen Siedlungen liegt der Anteil noch deutlich höher. Die Initiative setzt daher dort an, wo der Bedarf am grössten ist: Einsamkeit vorbeugen, Gesundheit stärken und selbständiges Wohnen möglichst lange ermöglichen. Besonders beliebt bei den Bewohnenden sind die gemeinsamen Mittagessen im Treffpunkt Else Züblin.

Kleine Treffen, grosse Wirkung

Gestartet wurde das Projekt Mitte 2025. Der erste Anlass war ein gemeinsamer Mittagstisch – inzwischen folgten Filmvorführungen, Vorträge und Bewegungsangebote. Solche kleinen Begegnungen zeigen grosse Wirkung:

«Gemeinsam essen weckt die Lebensfreude», sagt Tanja Baumgartner. «Viele erzählen uns, dass sie allein oft keinen Appetit haben – aber in Gesellschaft kommt er ganz von selbst zurück.»

Die Initiativen entstehen in enger Zusammenarbeit: mit dem Concierge-Team, mit dem Cateringunternehmen Marco Pfleiderer GmbH und mit freiwilligen Beiträgen von Bewohnenden. Auch Organisationen wie Pro Senectute begleiten das Projekt.

Neu ab 2026: Kooperation mit der Fachstelle Zürich im Alter

Ab Januar 2026 wird das Projekt zusätzlich durch eine Zusammenarbeit mit der Fachstelle Zürich im Alter (ZiA) ergänzt. Ziel ist es, ältere Bewohner*innen frühzeitig über passende Angebote zu informieren und sie darin zu stärken, möglichst lange selbständig zu Hause zu leben.

Mitarbeitende der ZiA werden an ausgewählten Anlässen in den Siedlungen Albisrieden und Schwamendingen präsent sein, Fragen beantworten und Informationsmaterial zur Verfügung stellen. So können die Bewohnenden direkt erfahren, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt – von Hilfsmitteln für den Alltag über Gesundheitsinformationen bis zu Freizeitangeboten.

Termine zum Vormerken
Albisrieden – Senior*innen-Café & Mittagstisch
  • Senior*innen-Café: jeweils dienstags, 14:00–16:30 Uhr

27. Januar, 17. Februar, 10. März, 14. April 2026

  • Senior*innen-Mittagstisch: ab 13:00 Uhr

21. Mai, 24. Juni 2026

Schwamendingen – Senior*innen-Café
  • Jeweils donnerstags, 14:00–16:30 Uhr

2. Februar, 23. April, 7. Mai, 4. Juni 2026

Weitere Informationen und Angebote der Fachstelle Zürich im Alter (ZiA) gibt es unter stadt-zuerich.ch/zia oder telefonisch unter +41 44 412 11 22.

Lernen, was Gemeinschaft braucht

Das Projekt zeigt, dass Nachbarschaft dort entsteht, wo Menschen sich begegnen – beim Aufstellen der Tische, beim Abwasch oder beim kurzen Schwatz vor einem Vortrag. Der Sunnige Hof begleitet das Projekt eng und zieht aus jeder Aktivität neue Erkenntnisse: Welche Angebote sprechen besonders an? Was motiviert zur Teilnahme? Wie lassen sich Erfahrungen auf andere Siedlungen übertragen?

Ziel ist es, Impulse für ein gutes, solidarisches Miteinander zu setzen – direkt dort, wo die Menschen wohnen.

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